Es ist ein altes deutsches Sprichwort: Wer nichts wird, wird Wirt. Doch in Brandenburg gilt längst: Wer in der freien Wirtschaft nichts wird, wird Minister. Die neueste Koalition unter dem SPD-Dauerbrenner Dietmar Woidke treibt dieses Prinzip auf die Spitze und präsentiert dem staunenden Publikum gleich zwei CDU-Glanzlichter, die jedem Personalchef in der Privatwirtschaft Schweißperlen auf die Stirn treiben würden. Willkommen bei „Berlins peinlichem kleinen Bruder“, wo selbst die Karikatur der politischen Elite noch durch die Realität übertroffen wird.
Bildungsminister Hoffmann: Vom „stinkend faulen“ Schüler zum Chef aller Schulen
Beginnen wir mit Gordon Hoffmann, dem neuen Bildungsminister. Seine Qualifikation? Er war nach eigenen Angaben „stinkend faul“ und hat den Abschluss der 10. Klasse nur „mit Hängen und Würgen“ geschafft – eine Leistung, auf die seine ehemaligen Lehrer heute „sehr, sehr stolz“ sind. Wahrscheinlich aus demselben Grund, aus dem man sich auch über einen Lottogewinn freut: Mit Verdienst hat das wenig zu tun, mit Glück alles.
Hoffmann brach dann folgerichtig auch seine Lehre als Zentralheizungs- und Lüftungsbauer ab. Den zweiten Bildungsweg beschritt er in den klassischen Laberfächern Sozialpädagogik und Soziale Arbeit – also genau dort, wo man mit viel Reden und wenig Rechnen durchs Studium kommt. Jetzt darf er als Minister das Bildungssystem reformieren, das seit Jahren bundesweit auf den hinteren Plätzen dümpelt. Klar, wer sollte besser wissen, wie man es nicht macht?
In der freien Wirtschaft hätte ein Lebenslauf wie seiner allenfalls für einen Praktikantenposten gereicht – oder für eine Bewerbung bei RTL2. In der brandenburgischen Landesregierung hingegen reicht das locker für einen Ministerposten. Vielleicht gibt es ja bald Nachhilfe im Schulschwänzen oder einen Crashkurs im Abbrechen von Ausbildungen.
Innenminister Redmann: Von der Sufffahrt zum Chef der Polizei
Noch bizarrer ist nur der Fall Jan Redmann: Im Sommer 2024 erwischt die Polizei ihn mit satten 1,3 Promille auf einem E-Scooter – Führerschein weg, 8.000 Euro Strafe wegen fahrlässiger Trunkenheit am Steuer. Ein klassischer Fall von „Do as I say, not as I do“. In jedem normalen Unternehmen wäre damit Schluss gewesen – Karriereknick garantiert, spätestens nach dem nächsten Betriebsfest.
Nicht so in Brandenburg! Hier reicht ein öffentlicher Kotau („schwerer Fehler“) und schon rollt der Wahlkampf weiter. Konsequenzen? Fehlanzeige! Im Gegenteil: Der Mann darf jetzt als Innenminister die Polizei kommandieren und will sogar eine „harte Linie“ gegen Gesetzesbrecher fahren. Glaubwürdigkeit? Ach was! Das Parteibuch wiegt eben schwerer als jede Promillegrenze.
Die Koalition der Verlierer – Regierung ohne Wählerwillen
Das alles wäre halb so schlimm, wenn wenigstens der Wählerwille respektiert würde. Doch nach dem Bruch mit dem BSW Anfang 2026 wurde nicht etwa neu gewählt – wie es in funktionierenden Demokratien üblich wäre –, sondern rot-schwarz zusammengeschustert. SPD und CDU kamen zusammen gerade einmal auf gut 43 Prozent – keine Mehrheit, aber für den Machterhalt reicht’s.
Ministerpräsident Woidke winkte jede Kritik ab: Neuwahlen seien Zeitverschwendung („Drei, vier, fünf Monate verplempern?“). Klar, was sind schon Demokratie und Bürgerwille gegen ein paar Monate bequemer Regierungssessel? Ein Antrag auf Landtagsauflösung wurde von SPD und CDU abgeschmettert; Umfragen zufolge hätten viele Brandenburger lieber den Reset-Knopf gedrückt.
Das System Politik: Sammelbecken für Gescheiterte
Die neue brandenburgische Landesregierung zeigt vor allem eines: Politik ist längst zum Auffangbecken für Gescheiterte geworden. Skandale? Kein Problem – einfach öffentlich bekennen und aussitzen! Mangelnde Qualifikation? Wird durch Netzwerke und Parteibuch kompensiert! Wer im echten Leben scheitert, bekommt hier eine zweite Chance – oder gleich einen Dienstwagen.
Dass dies kein brandenburgisches Phänomen ist, sondern sich quer durch alle Parteien und Bundesländer zieht, macht es nicht besser. Aber Brandenburg demonstriert besonders anschaulich, wie weit das System verkommen ist: Ein Ministerium als Therapiezentrum für Karrieren mit Totalschaden.
Politik als Parallelwelt
Was lernen wir daraus? In Brandenburg regiert jetzt ein Bildungsminister, der von Bildung wenig hält und ein Innenminister, dem die Polizei eigentlich den Führerschein abgenommen hat. Der Wählerwille zählt wenig; das Parteibuch zählt alles. Die freie Wirtschaft kann nur staunend zuschauen – oder hoffen, dass ihre eigenen Versager bald in die Politik wechseln.
In diesem Sinne: Wer nichts wird, wird nicht nur Wirt – sondern vielleicht schon morgen Minister in Brandenburg. Bewerbungen bitte direkt an die Parteizentrale – Lebenslauf zweitrangig!
Gute Nacht Deutschland


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